Wald und Holz

Longo maï setzt sich mit einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung für den Schutz der Ökosysteme und der Artenvielfalt ein. Die Holzverarbeitungsketten sind lokal organisiert – vom Holzschlag im Wald bis zu den Zimmermanns- und Schreinereiarbeiten. Die nachhaltige Forstwirtschaft erlaubt weder Kahlschläge noch industrielle Pflanzungen, ebenso wenig den Einsatz riesiger Maschinen zum Fällen oder Holzrücken, die auf den Wegen grosse Schäden anrichten. Longo maï bevorzugt sanfte Methoden, um das Holz aus dem Wald zu holen und setzt dafür Pferde ein, in schwierigem Gelände kommt Kabeltechnik zum Einsatz. Es wird nur so viel Holz geschlagen, wie es der natürliche Nachwuchs erlaubt.

Der Wald ist Lebensquelle und lebendiges Gedächtnis vergangener Zeiten, ein Ort der ständigen Erneuerung und die unentbehrliche Lunge des Planeten. Das Konzept der Waldwirtschaft in Longo maï legt grossen Wert auf den Erhalt des Ökosystems und dessen Artenvielfalt: Pflege des Waldes, selektiver Holzschlag, Holzrücken mit Pferden, Verarbeitung des Holzes vom Baum zum Balken, Schutz von gefährdetem Forstgebiet und Aufklärung der Öffentlichkeit über Gefahren, denen der Wald ausgesetzt ist. So engagieren sich mehrere Longo maï-Mitglieder gegen industrielle Grossprojekte, die aktuell den Wald mit grossflächigen Kahlschlägen bedrohen.

Briefe aus dem Wald

Nr. 5 - Januar 2021

 

«Das Ziel ist ein lebendiger Wald, der seinen Aufgaben der Befestigung des Bodens, der Wasserregulierung und des Schutz der Biodiversität gerecht wird und auf diese Weise die Produktion von Qualitätsholz optimiert (...)».

 

Das ist der Sinn eines Plenterwaldes, wie der von Couvet im Val de Travers, den wir in dieser Ausgabe vorstellen.

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Briefe aus dem Wald

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Nr. 4 - Januar 2020

Der moderne Mensch ist krank, er hat keine Wurzeln - weder in der Erde noch im Kosmos (....) weder in der Vergangenheit – denn er weiss nicht mehr, woher er kommt noch in der Zukunft, denn er hat keine Vision, die ihn trägt.

 

So beginnt Ernst Zücher's Buch «Die Bäume und das Unsichtbare». Er nahm am

3. November in Basel am «Waldtag» teil, der von Longo maï organisiert wurde.

 

Überall setzen die Menschen den Bäumen zu. Im Amazonasgebiet brennt der Wald und Anhänger von Präsident Bolsonaro schüren die Flammen. In Rumänien werden Förster ermordet, weil sie versuchen, den illegalen Holzhandel zu verhindern. Aber es gibt auch viel Unterstützung für den Wald. Die Freunde der Bewegung von «Free Svydovets» baten den Freundeskreis von Longo maï an den Präsidenten der Ukraine zu schreiben, um das prächtige Swydowets-Massiv der Karpaten vor der Zerstörung zu bewahren.  

In der Kooperative Treynas im Zentralmassiv hat Longo maï die Möglichkeit, das geschützte Waldgebiet zu vergrössern.

 

 

«Der Baum, Riese in Raum und Zeit, Quelle des Lebens und ewiger Freund, wartet... dass der Mensch anhält und zu ihm sagt: «(…)Lasst uns gemeinsam weitermachen!»

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Nr. 3 - Januar 2019

Die Folgen des Klimawandels sind für die Wälder auf der ganzen Welt katastrophal: Trockenheit und Jahrhundertbrände wie in Kalifornien, verheerende Stürme in vielen Teilen Europas bis hin zu unseren Kooperativen in der Schweiz und Österreich, wo die Schäden beträchtlich sind. Eine weiteres Übel sind raffsüchtige Initiatoren, die bereit sind, eines der letzten wilden Waldgebiete Europas, das Bergmassiv Swydowets in den ukrainischen Karpaten zu zerstören, um es in ein gigantisches Skigebiet zu verwandeln. Gemeinsam mit Ihnen wehren wir uns dagegen…

Hinzu kommt die unersättliche Habgier gewisser Leute, die für einen schnellen Profit Tausende Hektar von Wald legal oder illegal abholzen. Der Wald und das Holz sind zu einem einfachen Rohstoff verkommen, der willkürlich abgeholzt und verbrannt werden kann. Zum Glück gibt es um uns herum überall Menschen, die sich mobilisieren, um den Wald zu retten und schützen, in dem Wissen, dass es ohne ihn kein Leben gibt. In unseren Kooperativen und deren Umfeld können wir Dank Ihrer Unterstützung auch weiterhin junge Leute in Wald- und Holzberufen ausbilden und ihnen somit ermöglichen, mit und vom Wald zu leben und zu arbeiten.


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Nr. 2 - Januar 2018

Das Jahr beginnt mit wenig erfreulichen Neuigkeiten: Die Longo maï-Gruppe in der Ukraine ist um ihre unmittelbare Umgebung besorgt. Wie sie uns erklären, sind ihre schönen Karpatenwälder, die bereits Opfer massiver Abholzung wurden, von einem schrecklichen Projekt bedroht. Ein riesiger Tourismuskomplex soll im Swydowets-Massiv, eine der schönsten Regionen Transkarpatiens, entstehen. Die Gruppe versucht, dieses verheerende Vorhaben zu verhindern und wir werden sie dabei unterstützen.

 

Ebenfalls in dieser Nummer beschreiben wir die konkrete Arbeit im Wald in oder nahe unserer Kooperativen in der Provence und in Mecklenburg. Die Holzfällerlager sind für Jugendliche gute Gelegenheiten, die Waldberufe zu erlernen. Das ist auch das Ziel der Ausbildungen, die wir jedes Jahr in Treynas, unserer Waldschule im Zentralmassiv, durchführen.

 


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Nr. 1 - Januar 2017

Der Wald ist in Gefahr. Überall. Mit diesem Brief wollen wir berichten, was wir in den letzten vierzig Jahren vom Wald gelernt haben: Von den Förster- und Holzfällergruppen in den Longo maï-Kooperativen, in denen zahlreiche Jugendliche einen neuen Bezug zur Umwelt gefunden haben, bis hin zu  unseren Aktionen gegen die drohende Zerstörung von Wäldern. Es ist an der Zeit, das erworbene Wissen und die Erfahrung, aber auch die Hoffnung miteinander zu teilen.


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