Zum Jahr 2017

Vorwort

Zum Jahr 2017 - Solidarische Welten bauen -

 

 

 

 

 

Longo maï bedeutet „es möge lange dauern“. Nicht nach schnellen Resultaten trachten, sondern Dauerhaftes schaffen, dies ist heute leider selten. In Longo maï bedeutet dies, den Boden schonend zu bearbeiten, unsere seltenen Schafrassen zu erhalten, im Garten und auf den Feldern eigenes Saatgut zu ziehen und der Gemeinschaft Sorge zu tragen. Es bedeutet, den immer neuen Besucher_innen mit Offenheit und Neugier zu begegnen. Es heisst auch, die Entwicklung der Gesellschaft zu hinterfragen und alternative Wege zu suchen, ohne Ausbeutung von Mensch und Natur.

 

 

 

Longo maï hat die Kooperativen in wirtschaftlichen Randgebieten aufgebaut, die von Abwanderung geprägt waren oder immer noch sind. Ziel ist es, lokale Kreisläufe und den sozialen Zusammenhalt in den Regionen zu fördern. Unsere Formen der Landwirtschaft und des Handwerks tragen die Idee der solidarischen Wirtschaft in diese Regionen. Diese Idee fördern wir auf politscher Ebene mit der Unterstützung der Initiative für Ernährungssouveränität.

 

                                                        

Seit fast zehn Jahren besuchen uns immer mehr Menschen. Gerade die Jüngeren spüren die Auswirkungen der angespannten wirtschaftlichen Lage in Europa und suchen nach Perspektiven für ihr Leben. Einige von ihnen möchten in Longo maï bleiben und so haben sich die Gemeinschaften in den letzten Jahren vergrössert. Longo maï hat sich zu einem Mehrgenerationenprojekt entwickelt und wir möchten den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen in ihren jeweiligen Lebensabschnitten gerecht werden.

 

 

 

 

 

Wir danken allen Freundinnen und Freunden für ihre Unterstützung während des letzten Jahres und für ihr Vertrauen in unsere Arbeit.

 

JB_LM_2017_D_web.pdf
Adobe Acrobat Dokument 5.0 MB

Inhalt

Von der Idee zur Tat
Pro Longo maï
Die Idee
Weltanschauung
Einsatz
Organisation

 

Bericht aus den Kooperativen:
- Le Montois im Schweizer Jura

   Zwischen Gartenarbeit und Aktionen gegen Monsanto
- Longo maï in Basel

  Gemeinschaftsbüro und Geschäftssitz
- Mas de Granier, Saint Martin de Crau (F) 

  Eröffnung des renovierten Saals

 

- Kooperative Limans, Alpes de Haute Provence (F)

  Leben im grossen Kollektiv
- Filature de Chantemerle, Hautes Alpes (F)

  Die Liebe zur Wolle weitergeben

 

- La Cabrery im Luberon (F)

  Umstellung auf natürlichen Weinbau
- Kooperative Treynas, Ardèche (F)

  Nachhaltige Forst- und Waldwirtschaft
- Hof Ulenkrug, Mecklenburg-Vorpommern (D)

  Vielseitige Landwirtschaft in der Ebene
- Hof Stopar, Eisenkappel / Železna Kapla (OE)

  Einverlässlicher Partner in der Bergregion
- Zeleny Hay, Transkarpatien, Ukraine

  Lokale Entwicklung in der Westukraine
- Finca Sonador, Costa Rica

  Flüchtlingskooperative und „Schule der Erde“

 

 

Gemeinsames Engagement:

 

 

 

 

Saatgut, Wasser, Holz...

 

Ein sorgsamer Umgang mit den Ressourcen

Saatgut: Do it yourself!

Kostbares Gut Wasser

Rettungsfonds für Land und Wald

Solidarität überwindet Grenzen

Gastfreundschaft

Migration und Ausbeutung

Lebensgrundlagen und Autonomie

 

 

Den Gemeinschaftsgedanken weitertragen

Neugier auf gemeinschaftliches Leben